„Geheimsache!“…


… dieser Betreff einer Mail von CPI Clausen & Bosse machte neugierig: dahinter verbarg sich die Einladung zu einer geschlossenen Lesung von Sebastian Fitzek, Deutschlands meist gelesenem Thrillerautor. Auf die Idee zu dieser Lesung kam Fitzek, der gerne wissen wollte, welche Stationen seine nervenkitzelnden Geschichten nehmen, nachdem er sein Manuskript abgegeben und bevor er sie gedruckt und gebunden wieder in  Händen hält. Bei der Führung durch die Druckerei fühlte er sich ein bisschen wie „bei der Sendung mit der Maus“, nachdem das Schreiben doch eher eine „One-Man-Show“ sei.

Lecks Gemeindemanagerin Sabine Schwarz war eine von 150 geladenen Gästen, die sich zum allergrößten Teil aus den Mitarbeitenden von CPI zusammen setzten. Sie erlebten einen Fitzek, der es mit den großen deutschen Comedians aufnehmen könnte, so unterhaltsam verflog die Zeit im Konferenzraum von CPI.

Apropos Fliegen: ganz entgegen seinem neuesten Buchtitel „Flugangst 7A“ leidet Fitzek nicht unter Flugangst, sondern nach eigenen Worten unter „Flugsorge“. Schlimmer sei eher sein jüngstes Kindheitstrauma, das seinerzeit Aktenzeichen XY ausgelöst hat.

„Die Realität ist oftmals erschreckender als das, was wir Thrillerautoren uns ausdenken können!“

Angekündigt wurde der promovierte Jurist (seinen Doktortitel verschweigt er gerne, da er meist für einen Arzt gehalten wird) von Olaf Klindt mit den Worten: „Seine Lesungen sind folgendermaßen: er liest wenig, er erzählt relativ viel!“ Davon konnten sich seine Zuhörer überzeugen: er habe eher Angst vor seiner Frau als dass seine Familie vor ihm Angst haben müsse – im Gegensatz zu ihm, der ja „nur Thriller lese und schreibe“, gucke seine Frau auch solche Filme, wo er am liebsten weggucken würde… Er mag lieber TV-Serien aller Art und sieht außerdem gerne die Sendung „Shopping Queen“ – der eine gucke halt „den“ Horror, der andere den anderen!

Nach eigenem Bekunden müssen Thrillerautoren Weicheier sein, Psychopathen zeichneten sich schließlich durch das Fehlen jeglicher Empathie aus. Und in jedem von uns stecke die Gabe, zumindest auf die Idee zu einem Psychothriller zu kommen. Sogar der Besuch in der Druckerei warf bei Fitzek schon wieder das Kopfkino an:

„Wie wäre es, wenn das nächste Buch davon handeln würde, dass in einem frisch gedruckten Buch ein Zettel mit dem Hilferuf eines in einer Druckerei gefangenen Menschen gefunden würde“

Der spontane Ausruf aus dem Publikum „Einer gefangen? Wir alle!“ inspirierte Fitzek sofort, sein Publikum zu bitten, am Ausgang ihren Namen zu hinterlassen – er bräuchte noch ein paar Namen für sein neues Buch. Genau das ist seine Art der Recherche: immer Augen und Ohren aufzuhalten.

Es war ein wirklich unterhaltsamer Abend bei CPI und machte wohl so manchem Mut, doch einmal einen Thriller von Fitzek zur Hand zu nehmen, auch wenn man dieses Genre sonst überhaupt nicht mag.

Zum Abschluss gab es für den sympathischen Autor ein in der Lecker Druckerei kunstvoll gebundenes Exemplar seines Buches „AchtNacht“ und Blumen, überreicht von Dr. Ariane Huml, der Leiterin der Nordsee Akademie. Einige Leserinnen und Leser ließen es sich danach nicht nehmen, ihre Fitzek-Bücher zu signieren oder ein Selfie mit dem Autor zu schießen.